Die Zurich Versicherung hat ihr Angebot im Sektor "Berufsunfähigkeitsversicherung" um eine Dienstunfähigkeitsabsicherung erweitert. Diese richtet sich an Beamte, Soldaten und Richter.

Die neue Option kann in der Selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung sowie in der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung von Zurich gegen einen Mehrbeitrag von circa zehn Prozent vereinbart werden. Die Dienstunfähigkeitsoption sichert Beamtinnen und Beamte im Falle einer allgemeinen Dienstunfähigkeit ab, unabhängig davon, ob eine Berufsunfähigkeit besteht.

Berücksichtigt besondere Probleme und Versorgungslücken der Beamten

Wird die versicherte Person vom Dienstherrn für dienstunfähig erklärt, führt der Versicherer keine eigene Leistungsprüfung durch und zahlt die vereinbarte Leistung. Die Produktanpassung der Berufsunfähigkeitsversicherung berücksichtigt die besonderen Probleme und Versorgungslücken, denen Beamtinnen und Beamte während ihrer beruflichen Laufbahn gegenüberstehen.

Björn Bohnhoff, Zurich Leben Vorstand, kommentiert: „Viele Beamten überschätzen die Versorgung durch ihren Dienstherrn bei Dienstunfähigkeit. Die Höhe der Versorgung ist entscheidend abhängig vom jeweiligen Beamtenstatus. Insbesondere Berufsanfänger, Beamte auf Probe und Beamte auf Widerruf erhalten im Falle einer Dienstunfähigkeit kein oder nur ein geringes Ruhegehalt vom Staat. Hier empfiehlt es sich privat vorzusorgen.“

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2022 10.300 Personen beziehungsweise 17 Prozent aller Neupensionierten wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Dabei haben nur Beamte auf Lebenszeit Anspruch auf das Ruhegehalt in maximaler Höhe von 71,75 Prozent ihrer Bezüge nach einer Dienstzeit von 40 Jahren.

Bieten Möglichkeit, die Versorgungslücke bei Dienstunfähigkeit zu schließen

Beamte auf Probe und auf Widerruf werden bei Dienstunfähigkeit entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Die gesetzliche Rentenversicherung prüft, ob die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt ist und dementsprechend eine Erwerbsminderungsrente erbracht wird.

„Mit der Einführung der Dienstunfähigkeitsabsicherung bieten wir Beamten auf Probe oder Widerruf die Möglichkeit ihre Versorgungslücke im Falle einer Dienstunfähigkeit zu schließen. Beamte auf Lebenszeit haben damit die Möglichkeit ihr Ruhegehalt aufzustocken, um im Falle des Falles den Lebensstand weiterhin aufrecht erhalten zu können“, verdeutlicht Bohnhoff.

Wann der Berufsunfähigkeitsversicherer die Leistung auszahlt

Bei der Absicherung von Zurich handelt es sich um eine sogenannte ‘echte’ Dienstunfähigkeitsabsicherung. Wird ein Beamter durch den Dienstherrn ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen als dienstunfähig erklärt, zahlt der Berufsunfähigkeitsversicherer die vereinbarte Leistung aus, ohne dass zusätzlich seitens des Versicherers geprüft wird, ob die Beamtin oder der Beamte auch als berufsunfähig gilt.

Damit folgt das Versicherungsunternehmen der Entscheidung des Dienstherrn und stößt keine eigene Leistungsprüfung der Dienstunfähigkeit an. Auch wenn die versicherte Person Beamter ist und keine Dienstunfähigkeit vorliegt, kann sie Leistungen wegen Berufsunfähigkeit erhalten. In diesem Fall führt der Versicherer eine Günstigerprüfung durch und erbringt damit entweder Leistungen wegen Berufsunfähigkeit oder wegen Dienstunfähigkeit.

Quelle: Zurich Versicherung

Autor(en): versicherungsmagazin.de